DE - english below

Aufgrund unseres Forschungsgegenstandes, der kulturellen Entstehung von Central Europe,  möchten wir im Vorfeld einige Grenzen ziehen und Positionen deutlich machen.

Wir vom iS-AG stellen uns gegen jeden ideologischen Missbrauch von Geschichte, gegen obsessive Lesarten unserer Instituts-Arbeit und gegen jede Transformationen unserer psychologischen Ausgrabungen - wir betreiben Forschung ; keine Kulturpolitik. Auf unserem Banner steht weder Wer wir wirklich sind Oder Wo wir herkommen  - wenn überhaupt ist es Wer wir vermutlich nicht sind aber warum es trotzdem wichtig ist darüber zu reden.

Gibt es sie, die unproblematischer Geschichte, so unspektakulär sie auch ist? Der Blick in die Langhäuser und hinter täuschende ; situative Erscheinungsformen von Protagonisten und Protagonistinnen. Auch wenn die Antworten sich nicht dem Narrativ der Besseren fügen, auch wenn es zu unspektakulär wird - Keine Geschichte ist zu einfach, kein Rückblick zweitrangig. Als Kind zweier Länder erinnere ich mich noch bis heute ; wie ein Fossil standen die letzten Reste des Stahlgerüsts noch auf der Spreeinsel, ein anderes mal stecke ich 1€ in die Prix Express Bahnhofsmodellanlage auf dem Frankfurter Hauptbahnhof und lasse den Güterzug rollen. Aus dem Fenster meines Kinderzimmers überblicke ich das ganze Allianz-Stadion in Mariendorf, der „Speerwerfer“ von Karl Möbius ist seit meiner Kindheit eine vertraute Figur, Tag und Nacht sehe ich ihn wie er über die Anlage wacht. 


Wir forschen weder für die Nation noch für ein Volk, trotzdem zu Künstlern im Dienste des Staates. Es mag sein, dass bestimmte Themenbereiche den historischen Missbrauch vorerst möglich machten und wiiir glauben, dass eine [vermeintliche] Komplexität, niemals die menschlichen Fragen aushebeln kann. Jedoch brauchen wir eine transparente Schau in die Vergangenheit, die Suche nach Motiven, nicht nach Ideen. postvölkisch ; post-historisch und semi-informativ



EN

Due to our research subject, the cultural emergence of Central Europe, we would like to draw some boundaries in advance and make our positions clear.

We at iS-AG stand against any ideological misuse of history, against obsessive readings of our institute's work and against any transformations of our psychological excavations - we conduct research; no cultural policy. Our banner doesn't say Who we really are or Where do we come from? - if anything it's who we probably aren't but why it's still important to talk about it.

Is there an unproblematic history? No matter how unspectacular it is. The view into the longhouses and behind deceptive ; situational manifestations of protagonists. Even if the answers don't fit the narrative of the better ones, even if it becomes too unspectacular - no story is too simple, no review is secondary. As a child of two countries, I still remember it today; The last remnants of the steel frame are still standing on the Spree island like a fossil. Another day I am inserting €1 into the Prix Express station model at Frankfurt Central Station and let the freight train roll. From the window of my childhood room I can see the entire Allianz Stadium in Mariendorf, the „Speerwerfer“ by Karl Möbius has been a familiar figure since my childhood, I see him day and night watching over the facility.

We do research neither for the nation nor for a people, but nevertheless on artists in the service of the state.

It may be that certain historical fields made historical abuse possible in the first place and we believe that [alleged] complexity can never eliminate questions of humanity. However, we need a transparent look into the past, the search for motives, not ideas. post-völkisch; post-historical and semi-informative